10.10.2015 Willkommensbörse für Flüchtlinge in Wiesbaden


"TABLER Flüchtlingshilfe
wir machen Integration"


wir sind dabei 
10. Oktober, von 11 bis 16 Uhr
"Willkommensbörse für Flüchtlinge"

Willkommensbörse für Flüchtlinge

Um Menschen, die helfen wollen, und Organisationen, die Hilfe anbieten und bündeln, auf kurzem Weg zusammenzubringen, wird in Kooperation mit dem Schlachthof am Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 16 Uhr eine "Willkommensbörse für Flüchtlinge" durchgeführt.
Wiesbaden hilft: Für alle Beteiligten und Interessierten wurde eine Willkommensbörse organisiert. | 
 
Wie Oberbürgermeister Sven Gerich in der Pressekonferenz am Dienstag, 29. September 2015, ankündigte, wird in Kooperation mit dem Schlachthof eine "Willkommensbörse" am Samstag, 10, Oktober von 11 bis 16 Uhr, in der großen Halle des Schlachthofes stattfinden. Zielgruppe der Veranstaltung sind dabei nicht die Flüchtlinge selbst, sondern die große Zahl derer, die mit und für Flüchtlinge etwas tun wollen und können. Mit der Willkommensbörse möchte man diese Menschen mit den Institutionen und Initiativen zusammenbringen, sodass sich Bürgerinnen und Bürger direkt und auf kurzem Weg darüber informieren können, wo und in welcher Form Hilfe, Unterstützung und Spenden benötigt wird. Dazu wird in der großen Halle des Schlachthofes eine Art "Marktplatz" aufgebaut.

Die Institutionen wissen dabei am besten, welchen Bedarf sie für eine optimale Umsetzung ihrer Projekte haben und wo tatkräftige Unterstützung benötigt wird. Zudem soll es die Möglichkeit einer Vernetzung zwischen den Institutionen geben, um beispielsweise gemeinsam neue Projekte auf den Weg zu bringen. Zahlreiche Institutionen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, so beispielsweise der Unterstützerkreis Flüchtlinge Waldstraße, der Flüchtlingsrat Wiesbaden, "Rückenwind – Fahrräder für Geflüchtete", das Evangelische Dekanat Wiesbaden, das Freiwilligenzentrum Wiesbaden e.V., das Projekt "Bedarfsplattform" und das Café Hallo.

Institutionen, die sich eine Teilnahme vorstellen können und auch Bedarf an ehramtlicher Unterstützung haben, können sich noch bis Freitag, 2. Oktober, bei Aline van den Borg vom Bürgerreferat unter 0611 / 313775 melden.#

Quelle
http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft/auslaendische-buerger/content/willkommensboerse.php


Ansprache von Hugo zur 45 – Jahre – Feier von Round Table 18



Kurze Ansprache von Hugo
anläßlich der 45 – Jahre – Feier von
Round Table 18 Wiesbaden

Liebe RT´ler, liebe Freunde und Freundinnen!

Herzlichen Dank für die Ehrung, für die Ernennung zum Ehrenmitglied, mit der Ihr mich überrascht habt. Ich freue mich, mit Euch heute den 45.Geburtstag zu feiern. Es erscheint mir wichtig, den Gründungszeitpunkt in den Rahmen der Zeitgeschichte zu stellen. Denn die heutigen Tabler haben diese Zeit nicht erlebt, sie waren ja noch gar nicht geboren.

Wie beschreibt man die Stimmung im Jahre 1961?

Der 2. Weltkrieg liegt erst seit 16 Jahren hinter uns. Die D–Mark gibt es erst seit 13 Jahren. Die Wirtschaft boomt, Deutschland ist Wirtschaftswunderland! Keine Arbeitslosen! Ein Dollar ist 4 Mark wert, der Käfer rollt in die USA.

RT gibt es erst seit 9 Jahren, in Hamburg mit der Nummer 1. Armin Harry läuft 100 m in 10 Sekunden, Chrustschow haut mit dem Schuh auf das Rednerpult in New York. Kennedy wird Präsident, Gagarin fliegt als erster Mensch ins Weltall. Der Kalte Krieg ist in vollem Gange, der Mauerbau mit der Teilung Deutschlands in Ost und West steht bevor (am 13. August 1961).

Just in dieser Zeit entschließt sich Round Table 8 Frankfurt in der Region Wiesbaden / Mainz einen Round Table zu gründen.
Durch Zufall treffe ich 1960 im Schwarzen Bock bei meinem Freund K.H. Schäfer, bis 1986 Eigentümer des Schwarzen Bock, Günter Dürrmeier, der mich für die Idee begeistert, Round Table 18 zu gründen. Ich sage sofort zu und schon geht´s los.

Round Table Wiesbaden/Mainz (oder  Mainz/Wiesbaden?) wird 1961 gegründet, alle Kandidaten sind gereiften Alters, alle etwas konservativ, aber freundschaftlich verbunden.
RT Mainz/Wiesbaden beginnt zu blühen, internationale Freundschaften werden von Anfang an gelebt und begründet. Von Anfang an gibt es Besuche in St. Niclas in Belgien und aus England.
Zu unserer Charterfeier besorgte Hans W. Fieger für fliegende Gäste aus England Landegenehmigungen – wohlgemerkt: alles zu einer Zeit, in der Reisen noch beschwerlich und keinewegs selbstverständlich sind.

Round Table hat mich persönlich in jeder Hinsicht geprägt und bereichert. Er hat mir sehr gute Freundschaften beschert.

Wäre unser Gesellschaft von den Gedanken und Leitlinien von Round Table durchdrungen, wäre es niemals zu Kriegen gekommen! Es sähe auch im Alltag anders aus!

Der Servicegedanke hat mich 1965 zu den Versen „Vom Dienen“ angeregt

Dass einer, wo zu geben ist,
    Sich sehr beeilt,weil er bemißt
    Des anderen Wunsch nach kurzer Frist
    Und wo er kann, zu Diensten ist –
    Ein anderer, der zu fordern hat,
    Nicht drängt, weil er Verständnis hat
    Nicht kämpft, bis dass der andre matt,
    Und er bemüht, dass alles glatt –
    Mit andren Worten sagt ich´s schon:
    Mehr Altruismus statt moderner Fron –
    Sagt,Freunde, an,saht Ihr das schon?

Und dann ein anderes Gedicht aus meinem Gedichtband „Auch wenn das Leben wär nur ein Spiel“ (S. 131), ich stelle voran:

45 Jahre sind vergangen
Und die Zeit verging im Nu
Hat erfüllt sich das Verlangen
Das da wirket immerzu
Zeit, wo bist du nur geblieben
Zeit, was gabst du uns von dir?
Hast du uns bewußt gemieden?
Oder gar betrogen schier?

Weiter:

Und deshalb erhebt sich nun die ewige
Frage:
Quo vadis? Wohin geht die Fahrt?
Bedenkt: heut ist der erste aller Tage
Eurer Zukunft und diese morgen schon Gegenwart

Und weiter:

Trotz Tagesgewühl bleibt das Gefühl:
Menschliches Sein ist niemals zuviel!
Auch wenn das Leben wär nur ein Spiel:
In jedem Augenblick ist stets ein Ziel!
Wir sind auf dem Weg –
Das ist das Ziel!

Ich danke Euch!
Hugo Bug, 24. April 2006